Erstes Helferkreistreffen und Start

Teambild-2015-12-03

Am 3. Dezember trafen sich ca. 40 Greifenberger Bürger und Bürgerinnen zum ersten Helferkreistreffen Asyl in der alten Volksschule. Organisiert wurde das Treffen von Monika Metzger, Natalia Ritzkowsky, Jan Veira und Rolf Vahle.

Gleich zu Beginn sprachen sie ein dickes Dankeschön an alle aus, denn es war „bewegend, berührend, beruhigend, ermutigend und inspirierend“ wie die Stimmung und der Austausch mit vielen im Vorfeld bereits war. Somit gab am Anfang gleich ein weiter so und „AUF GEHT’s!

Nachstehend eine Zusammenfassung des Treffens und erste Informationen.

Statusupdate zu den Flüchtlingen
Das Landratsamt Landsberg, hat mitgeteilt, dass die rund 60 Flüchtlinge „nicht in den nächsten zwei Wochen“ nach Greifenberg kommen würden. Genauere Informationen gab es nicht, auch nicht woher die Flüchtlinge kommen werden.

Durch einen Stau und der Umstrukturierung beim BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) in München, der sich auf alle nachgeordneten Behörden auswirkt, würden dort bis auf weiteres keine Erstinterviewtermine vergeben, bei dem der Flüchtling offiziell ihren Asylantrag stellen könnten. Dies bedeutet zwar, dass die Greifenberger Flüchtlinge nicht sofort zur Antragstellung müssten, aber ihr ganzes Verfahren samt aller Fristen für offizielle Deutschkurse, Arbeitsaufnahme etc. verzögert sich ins Ungewisse.

Und zur Unterbringung gibt es auch nichts Neues. Seit dem Gemeinderatsbeschluss liegt der Mietvertrag für den Gasthof Post zwar im Landratsamt, ist aber noch nicht unterschrieben. Somit kann noch nicht mit dem Umbau begonnen werden. Sobald die Eigentümer, die Familie Pittrich wissen, wann die Umbauten beendet sein könnten, informieren sie uns.

Struktur des Heferkreises Asyl in Greifenberg
Aus der Erfahrung anderer Kreise heraus, wird sich der Helferkreis wie folgt strukturieren.

Paten
Damit jeder Flüchtling einen festen Ansprechpartner hat, werden je nach Zimmereinteilung ca. 6 Flüchtlinge in einer Gruppe zusammenfassen. Jede Gruppe bekommt einen sogenannten Paten, der von einem Stellvertreter unterstützt wird, und Ansprechpartner für alle Fragen seiner Gruppe ist.

Je mehr Paten und Stellvertreter noch gefunden werden, desto einfacher wird es für Flüchtlinge und Helfer.

Um die Paten und Helfer, die sich noch unsicher sind, ob sie Paten werden wollen, weiter zu informieren, was konkreter auf sie zukommt, wird es am Mittwoch, den 16. Dezember 2015 einen Patenabend geben, bei dem erfahrene Paten mehr erzählen und Fragen beantworten.

Unterstützt werden die Paten dabei von den weiteren Arbeitskreisen (AK’s), in denen sich alle Helfer vorab selbst zugeordnet hatten:

Arbeitskreise

  • AK Organisation
  • AK Deutschunterricht
  • AK Logistik, darunter fällt hauptsächlich die Vorbereitung, und wo notwendig, die Begleitung zu Behörden und Ärzten, sowie deren logistische Umsetzung
  • AK Beschäftigung und Jobs
  • AK Spenden für Sach- wie auch Finanzspenden mit Kleiderkammer
  • AK IT & Kommunikation
  • sowie einem Pool von „Springern“, die für die verschiedensten Hilfen angefragt werden können.

Zusammenarbeit Paten und AKs
Die Paten müssen dabei nicht alle Probleme und Fragestellungen alleine lösen. Die Idee dabei ist, dass die Arbeit auf viele Schultern verteilt wird. So ist der Pate zum Beispiel der Erste, der mit Post von einer Behörde konfrontiert wird. Darin erfährt er z.B., dass der Flüchtling drei Tage später zu einer Behörde zum Termin erscheinen muss. Er wendet sich also an den AK Logistik, die den Paten informieren, welche Papiere der Flüchtling mitbringen muss, wo er genau hin muss, wie er dahin kommt oder wer aus dem Arbeitskreis ihn begleiten – und zwar fahren und mit zum Amt gehen und vermitteln und unterstützen – kann. Dieser Helfer schreibt anschließend dem Paten eine E-Mail und berichtet ihm über den Stand der Dinge.

Arbeit in den AKs
In jedem Arbeitskreis gibt es einen Koordinator und dessen Stellvertreter, die nicht nur als Ansprechpartner für die Paten fungieren, sondern auch die jeweilige Gruppe koordinieren. Diese Koordinatoren sind auch Teil des Arbeitskreises Organisation, die die Gesamtkoordination des Helferkreises übernehmen und auch erste Anlaufstelle für Anfragen außerhalb des Helferkreises sind.

Nach diesen einleitenden Festlegungen setzten sich die Helfer gleich in ihren Gruppen zusammen, trafen die ersten Vereinbarungen und Termine.

Angebot psychotherapeutische Hilfe und Supervision
Und auch ganz wichtig. Niemand soll sich zuviel aufladen und kann sich bei etwaigen Sorgen und Belastungen direkt an das Organisationsteam oder an Gudrun Klare Degl’Innocenti wenden, die sich für psychotherapeutische und supervisorische Aufgaben zur Verfügung gestellt hat.

Haftpflichtversicherung
Was eine Versicherung für die ehrenamtliche Helfer betrifft, so greift hier die sogenannte Ehrenamtsversicherung des Freistaates Bayern. Nähere Informationen finden man hier.

Spenden und Kontakt
Erste Spenden sind ebenfalls bereits eingegangen. Sie werden hier auf der Seite Spenden dokumentiert.

Und eine Übersicht über die jeweiligen Verantwortlichen finden Sie auf der Seite Organisation & Kontakt.